Arbeit mit Wörterlisten

In der Grundschule sind es die Lernwörter, die ab der 2. Klasse zum wöchentlichen Üben gehören.

In der weiterführenden Schule sollte der Grundwortschatz "sitzen". Wörter, die in Unterrichtsreihen aller Fächer dazukommen, kann man mit Wörterlisten trainieren.

Wörterlisten stellen Schüler/innen selbst zu einem Thema zusammen, sie werden während des Unterrichts an der Tafel, im Computer usw. gesammelt oder der/die Lehrperson stellt sie bei der Planung einer Unterrichtsreihe zusammen und ergänzt sie während der Unterrichtsreihe, alleine oder mit der ganzen Klasse.

Ich habe es immer so gehalten, dass die Schüler/innen innerhalb der offenen Arbeitsstunden Wörterlisten selbst zusammengestellt haben, häufig mit Hilfe ihrer Fachbücher in Biologie, Erdkunde usw. oder der Arbeitsblätter, die sie zu einem Thema erhalten hatten, unter dem Motto "Rechtschreibung in allen Fächern".

 

Logischerweise stellten wir auch kleine Diktattexte zu einem Thema zusammen. Gar nicht schwer, die meisten Texte standen schon in den Schulbüchern, die sie ja im Fachunterricht auch gelesen hatte. Begriffe schon mal gehört, im Unterricht besprochen und gelesen zu haben, zu wissen, was sie bedeuten, heißt noch nicht, sie auch richtig schreiben zu können. (Siehe auch hier)

 

Das Training von Wörtern auf solchen Listen ist häufig negativ belastet, da viele Schüler mit dem Abprüfen ihrer Rechtschreibleistung negative Erfahrungen verbinden. Sie benötigen deshalb Unterstützung bei der Erarbeitung elementarer Methoden und Strategien sowie vielfältige Übungsmöglichkeiten, die sich auf ihre spezifischen Probleme beziehen.

Die meisten Rechtschreibstrategien kennen sie bereits aus der Grundschule. Die Frage ist nur, ob sie auch verstanden und insbesondere auch angewendet werden. Ein bloßes Einüben einzelner Wörter oder das Auswendiglernen von Regeln hilft dagegen wenig. Wichtig ist deshalb, bei den Kindern eine positive Grundstimmung zu fördern, die mit dem Lernwörtertraining verbunden wird.

 

Ebenso sollten sie zur Auseinandersetzung mit dem Wortmaterial durch interessante, ansprechende Übungsformate motiviert werden. Unterschiedliche Angebote ermöglichen zudem, auf die Heterogenität der Klasse einzugehen. Im Idealfall kann so für jeden Schüler ein Aufgabenformat angeboten werden, das optimal zum Lerntyp bzw. zur jeweiligen Lernweise des Schülers passt.

 

Wichtig ist aber auch, dass der Lernerfolg der einzelnen Schüler regelmäßig überprüft wird, da nicht jede Lernmethode bei allen Kindern zum gleichen Erfolg führt. Und auch hier gibt es viele lustvolle Möglichkeiten, auf die in den nächsten Seiten noch zu sprechen komme.

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Wörterlistentraining:

  • Wörterbuchsuche
  • Aufbauübungen
  • Nach Wortart sortieren
  • Reimwörter finden
  • Geheimschrift
  • Bingo
  • Lernwörter würfeln
  • Wörterlistenspiel
  • Dosendiktat
  • Säckchendiktat
  • Bilderdiktat
  • Hördiktat
  • Wörter nach bestimmtn Kriterien heraussuchen
  • Nach Silbenanzahl sortieren
  • Fehlerteufelaufgaben
  • Mit Wörtern Sätze bilden
  • Mit Wörtern einen Text schreiben
  • Rätsel zu Wörtern erfinden
  • Wortbausteine zusammensetzen
  • In Wortbausteine zerlegen

Wenn Schüler/innen mit Aufgaben zu Wörterlisten vertraut sind, fällt es ihnen auch nicht schwer, selbst Aufgaben mit Lösungen zu erfinden. Beziehen Sie Schüler/innen ruhig mit ein, solche Aufgabenformate für ihre Mitschüler/innen vorzubereiten. Das macht Schülern/innen sehr viel Spaß und hebt das Selbstwertgefühl, wenn solche Aufgaben auf Karteikarten mit Namen der/des "Erfinders/in" versehen sind.

Im Shop finden Sie eine Kartei zur Wörterliste "Winter". Eine Kartei, die zu jeder Wörterliste passt bereiten wir in Kürze vor.

Im Angebot haben wir aber bereits unser Wörterlistenspiel, ein Wegespiel, mit dem zu jeder Wörterliste Wörter in der Gruppe geübt werden können. Übrigens bei meinen Schülerinnen und Schülern sehr beliebt.

An dieser Stelle interessant ist auch unser Gruppenspiel "Kampf den schwierigen Alltagswörtern". Hier werden häufige Fehlerwörter ( nach Dr. Gera Tacke)