Meine altersgemischte Klasse 7/8

Ich hatte das große Glück 20 Jahre eine jahrgangsübergreifende Klasse, eine Stammgruppe zu unterrichten, zunächst 8 Jahre die Stammgruppe 5/6, danach die Stammgruppe 7/8.

Jahrgangsübergreifend bedeutet, dass zwei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet werden, was zur Folge hat, dass das Leistungsspektrum des schwächsten Kindes der Klasse 5 bis zum Klassenbesten der Klasse 6 natürlich enorm ist. Aber gerade das hat mich gereizt. Ich musste also stark differenzieren um allen Schülern/innen gerecht zu werden.

Ganz wichtig war für mich der Klassenraum. Maria Montessori sprach von der "vorbereiteten Umgebung" und meinte damit den Klassenraum und die Materialien. Ich war immer fasziniert von Klassen in Grundschulen. So etwas wollte ich auch haben.

Ich stellte also die Tische zu Gruppentischen zusammen, besorgte mir Regale und erstellte Materialien. Ich bevorzugte in meinem Stundenplan Doppelstunden und unterrichtete in meiner Klasse so viele Stunden, wie ich bekommen konnte, auch wenn ich ein Fach fremd unterrichtete. Ich unterrichtete fächerübergreifend in Epochen zu einem Thema z. B. "In den Kältegebieten" ( Erdkunde, Deutsch, Biologie und Kunst) und verteilte den Unterrichtsstoff der Lehrpläne auf zwei Jahre.

So verbrachte ich viel Zeit mit "meinen Kindern" und sie mit mir. Pausen interessierten uns nicht mehr so sehr, wir machten eigene Pausen. Wenn uns der Klassenraum zu eng wurde, gingen wir in Kleingruppen in die Flure.


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Altersgemischtes Lernen oder Individuelle Förderung im Klassenverband
Für einen Vortrag habe ich das Lernen, so wie es sich im Laufe der Jahre in den Stammgruppen unserer Schule entwickelte, in diesem Konzept versucht zu beschreiben.
Individuelle Förderung im Klassenverband
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